Dorothee
Rocke
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- Über - About Dorothee Rocke
*1949 Kiel
Studie - Studium - Education
1969-73 Sprachstudium in Köln
1974-80 Studium der Bildenden Künste an der Kunstakademie Mainz,
Staatsexamen
Dorothee Rocke
Seit 1992 widmet sich Dorothee Rocke ausschließlich der Zeichnung.
Dorothee Rockes Arbeiten sind klare Bekenntnisse ihres rein zeichnerischen
Wollens – eine abstrakte Formensprache, der sich die Künstlerin
in ihren Zeichnungen bedient und die sie über lange Jahre –
in allen Nuancierungen des Graphit – entwickelt und beständig
erweitert hat.
Die Arbeitsweise Dorothee Rockes entspricht unmittelbar der Art ihrer künstlerischen Inspiration. Ihr offener und freier Umgang mit der Zeichnung erlaubt es ihr, immer wieder neue zeichnerische Ansätze zu verfolgen und neue künstlerische Welten zu erobern. Sie geht auf Entdeckungsreisen, deren Ziele sich ihr erst in deren Vollzug erschließen und die ihre Niederschläge in den ereignishaft-ausdrucksvollen Zeichnungsserien der Künstlerin finden.
Es ist das strukturschaffende
Potential einfachster Linienkonstruktionen, das die Gesamtheit dieser
unterschiedlichen Zeichnungen Dorothee Rockes fest aneinanderbindet.
Einerlei, auf welche der Arbeiten man blickt: Es wird umrissen, aufgeteilt,
parzelliert. Winkel werden in mögliche Raumtiefen geschlagen, Flächen
voneinander getrennt, Umrisse geformt und Punkte gesetzt. Alles, was gemeinhin
dazu verwendet wird, Orientierung in unbekanntem Terrain zu bieten, geht
hier voller Ernsthaftigkeit seiner Aufgabe nach. Es entsteht eine Struktur
nach der anderen, manchmal sogar eine über der anderen. Aber statt
auf klar und deutliche Ordnungstrukturen für schnelle Nutzung zu
treffen, verirrt man sich auf den Arbeiten der Künstlerin ein ums
andere Mal in labyrinthischen Blickfängen. Das Terrain, das die Künstlerin
mit ihren Linienkontruktionen, die das gesamte Spektrum zwischen Fläche
und Raum umfassen, besetzt, enthält detailliert geschilderte Strukturen,
die aber aufgrund ihrer vagen Ausformung weder als Markierung noch als
Zeichen für Ordnungssysteme dienen. Vergeblich sucht man in ihnen
klare Orientierung. Ordnungs- wie Orientierungssinn werden hintergangen.
Strukturen geschaffen, ohne das sie lesbar sind. Hier wird gezeichnet
- nicht bezeichnet.
Linie für Linie entwickelt Dorothee Rocke mit ihren Zeichnungen Labyrinthe,
die sich nicht als architektonische Erfindung des Menschen erklären,
sondern als sichtbarer Ausdruck des Unbehagens zu lesen sind, sich trotz
Strukturierheit des Raumes in demselben nicht zielsicher zurechtzufinden.
Galerie
Hein Elferink
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